Was passiert beim Schnarchen?
Das Schnarchen wird häufig durch eine Veränderung der oberen Atemwege ausgelöst. Hierzu zählt die Erschlaffung der oberen Rachenmuskulatur und der Muskulatur des weichen Gaumens.
Bei einem Lagewechsel von der aufrechten zur liegenden Position wird das Lungenvolumen von den zurückfallenden Weichteilen, wie Zunge, weicher Gaumen und Rachenmuskulatur, eingeengt. Man spricht auch vom obstruktiven Schlafapnoesyndrom.
Andere Patienten haben sich das Schnarchen einfach angewöhnt, man spricht vom habituellen Schnarchen. Aber auch durch einen zu kleinen, zurück liegenden Unterkiefer und durch ein zu kleines Mittelgesicht kann das Schnarchen begünstigt werden. Zudem sind häufiger Menschen betroffen, die oft auf dem Rücken schlafen und eine habituelle Mundatmung aufweisen.
Wichtig ist es, zuvor abzuklären, ob kein anderes anatomisch bedingtes Hindernis das Schnarchen auslöst. Dies kann der Hals-Nasen-Ohrenarzt mit Durchführung einer Rhinomanometrischen Untersuchung herausfinden.
Was kann man tun?
Für die Schnarchtherapie kommen am häufigsten Unterkieferprotrusionsgeräte, d. h. Geräte, die den Unterkiefer nach vorne verschieben, zur Anwendung, die das erschlaffte Weichgewebe straffen und auch den Zungenraum vergrößern.
Wir arbeiten in unserer Praxis mit Zweischienensystemen. Zwei harte oder hart-weiche Schienen werden über zwei seitliche Führungsstege so in Position gebracht, dass der Unterkiefer während der Tragedauer der Schnarchschiene nach vorne gehalten wird. Das Rachenvolumen kann auf diese Art bis zu 25% erhöht werden.